Aktion „80 Menschen geben monatlich 30 Euro“

Die Gründung des afrikanischen Kulturvereins Palanca e.V. ist unmittelbar mit der Biographie von Augusto Jone Munjunga als angolesischer Vertragsarbeiter in der DDR und der Ermordung seines Kollegen und Freundes Amadeu Antonio durch Rechtsextremisten Anfang der 1990iger Jahre verbunden. Einerseits wollten Jone und andere Menschen afrikanischer Herkunft anschließend nicht vor dem gewalttätigen Rassismus zurückweichen und andererseits setzte sich bei der Stadt Eberswalde die Einsicht durch, Initiativen gegen Rassismus unterstützen zu müssen. Dadurch gab es bisher über viele Jahre hinweg ein Mindestmaß an Unterstützung zur Finanzierung der Palanca-Räumlichkeiten.

Aber erst über die Kooperation mit dem Berliner Verein „absent friends e.V.“ wurde es ab 2015 möglich, Jones kulturell-politische und organisatorische Arbeit zu finanzieren.
Gemeinsames Ziel war dabei, selbstständig und unabhängig die Tragfähigkeit und das Lebendige des Palanca-Konzeptes gegenüber Behörden und anderen Institutionen der Stadt Eberswalde und dem Landkreis Barnim aufzuzeigen. In der Praxis ist die Autonomie des Palancas tatsächlich von besonderer Bedeutung, um unbefangen gegenüber den Institutionen auftreten zu können.

Nicht erst seit 2015 hat sich die kulturpolitische Arbeit von Palanca e.V. als Mitmach-Angebot auch für geflüchtete Menschen stark ausgeweitet. Die alljährlichen Programme beinhalten Informationsveranstaltungen zu einzelnen Ländern Afrikas, Treffen der Communities unterschiedlicher Herkunft und Bildungsangebote, u.a. auch Deutschkurse.

Seit 2016 konnte zusätzlich das Palanca-Wohnprojekt – mit aktuell 9 Wohnungen für 20 Personen – gestartet werden. Aktuell wohnen dort Menschen, die aus Somalia, Eritrea, Kamerun und dem Sudan nach Europa gekommen sind. Hier ist der Verein „absent friends e.V. “ Gesamtmieter bei der WHG (Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH) und vergibt die Einzelmietverträge. Der administrative Vermittlungsaufwand zwischen den einzelnen Mietern, der WHG, dem Grundsicherungsamt und dem Jobcenter, sowie den Energierversorgungsunternehmen wird von Augusto Jone Munjunga für Palanca e.V. und absent friends e.V. geleistet. Inzwischen beteiligen sich zwei Menschen aus der Somalia-Community aktiv an diesen Arbeiten. Die persönliche Vermittlung in Konfliktfällen innerhalb der Wohnungen, mit Nachbar*innen und die Kommunikation mit Hausmeister*innen bei Schadensfällen wird von Augusto Jone Munjunga gewährleistet.

Bei allen Schwierigkeiten, die in der kulturellen und administrativen Arbeit immer wieder auftreten, hat sich die vereinbarte Kooperation zwischen Palanca e.V. und absent friends e.V. bewährt. Deshalb werben wir an dieser Stelle um Eure Unterstützung, damit die Weiterführung des erfolgreichen Experiments gelingen kann. Dazu suchen wir 30 Personen oder Gruppen, die längerfristig monatlich einen Betrag von € 80.- zur Förderung des Palanca-Konzeptes aufbringen wollen.

Bei Interesse bitte einen Dauerauftrag mit Angabe der Adresse für die Spendenbescheinigung einrichten.
Konto: absent friends e.V., GLS-Bank, IBAN: DE84430609674011347200