Wohnprojekt: Frauen* mit Fluchthintergrund

Das Recht auf angemessenes Wohnen ist Menschenrecht – "Right to Adequate Housing"

(Artikel 11 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.)

„Right of Adequate Housing“ - dieses Recht in Anspruch zu nehmen wird Geflüchteten sehr schwer gemacht. Bezahlbaren Wohnraum, der den Angemessenheitsrichtlinien gerecht wird ist für Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind eine große Herausforderung. Für Menschen mit Fluchthintergrund kommen erschwerend Vorurteile von Seiten der Vermieter_innen hinzu, die das Zustandekommen eines Mietverhältnisses verhindern können.

Eine oftmals ist Wohnraum für geflüchtete Frauen von besonderer Bedeutung, da er für viele Frauen auf Grund von traumatisierenden Erfahrungen auf der Flucht und als Schutz vor rassistischen Übergriffen im Ankunftsland eine besondere Rolle.

Vermieter_innen verwehren häufig durch vorurteilsbelastetes, teils rassistisches Verhalten Flüchtlingen das Mieten einer Wohnung. Palanca & PUG haben einen befreundeten Verein gebeten, als Experiment drei Wohnungen von der WHG im Brandenburgischen Viertel anzumieten. Diese Wohnungen wurden an Geflüchtete aus Heimen untervermietet, mit denen es schon längere Kontakte gab, und wurden jetzt gemeinsam renoviert und kürzlich bezogen. Ein Schritt Näher dem Wunsch: „wir wollen in Eberswalde wohnen, in der Gesellschaft integriert sein, deutsche Leute treffen, unsere Sprache verbessern.“ Die Freude war außerdem groß, da sich die drei Wohnungen im selben Haus befinden und so gegenseitige Unterstützung und das Verhindern von Vereinzelung in Wohnungen möglich ist: "wir wollen zusammen leben - wie eine Familie", "wir unterstützen uns gegenseitig.", "wir helfen uns beim Renovieren und Möbel besorgen." Da es bisher positive Erfahrungen gab, ist die WHG prinzipiell bereit, das Experiment auszuweiten.
Deshalb kann es nun weiter gehen - auch ein Wohnprojekt für Frauen mit Fluchthintergrund ist in den Kinderschuhen – eine erste Wohnung ist schon bezogen worden.

Damit es zu einem emanzipatorischem Miteinander wird, gibt es einmal im Monat ein Frauen-Café. Bei Kaffee, Kuchen, Handarbeiten oder anderen Aktivitäten geht es darum, sich Kennenzulernen und Raum für Gespräche und Austausch zu finden, sich gegenseitig zu unterstützen. Auch Kinder sind herzlich willkommen.

Zusätzlich wird es gemeinsame Ausflüge und Aktionen geben, um sich und Eberswalde besser kennenzulernen. Auf dieser Basis gehen wir gemeinsam auf die Suche nach geeigneten Wohnungen.

Akteur_innen des Projektes
- Wohnungssuchende Menschen mit Fluchthintergrund
- Palanca: Afrikanischer Kulturverein Eberswalde (http://www.palanca-eberswalde.de/)
- PUG: Palanca Unterstützungs-Gruppe

 

 

 

 

 
 

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